Seit ich in der Schule das Lesen gelernt hatte, begann ich eine Geschichte nach der anderen zu verschlingen. Meine Eltern fanden mich meistens in meinem Zimmer bäuchlings vor einem Buch liegen. Das hatte sich später geändert, indem ich mich aus der Horizontalen in die Vertikale begab. Später wurde mir das bequemer.

Vor einem Vierteljahrhundert startete ich den ersten Versuch zu schreiben, der ein paar Seiten später im Nirwana landete. Zu dem Zeitpunkt fehlte mir noch die Motivation, das Projekt anzuschieben und zu vollenden.

Mein Berufsleben verbrachte ich als Software Entwicklerin im Bereich Raumfahrt. Mit Eintritt des Rentenalters arbeitete ich einige Jahre weiter in meinem Brotjob. Die Firma brauchte mich, und mir tat es gut. Meine Bedingung war, dass ich als Freiberufler tätig sein durfte.

Nach Beginn des endgültigen Ruhestands fand ich die Kraft, meinen lang ersehnten Traum zu verwirklichen. Für ein „normales“ Rentnerleben fühlte ich mich zu agil.

Als ich im Januar 2021 in den Chiemgau zog, kam endlich die innere Ruhe. Ich begann meinen ersten Roman zu schreiben. Das war im August 2022, und nach drei Kapiteln überfiel mich eine Schreibblockade. Ich wusste viel zu wenig davon, was es beim Verfassen eines guten Buches alles zu beachten gibt.

Silvester 2022/2023 versprach ich mir hoch und heilig, das Projekt „Romanschreiben“ sofort Anfang Januar in Angriff zu nehmen. Mein Versprechen löste ich ein. Mit dem nötigen Handwerkszeug, das ich mir aus Fachbüchern und Internet holte, ging es endlich voran. Die KI, ChatGPT nahm ich zusätzlich zu Hilfe, sie half mir bei der Recherche. Aus den Fachbüchern lernte ich Fakten über Plotstruktur, Spannungsbogen und Schreibstil. Mit diesem Wissen geht es zügig voran, Schreibblockaden gehören inzwischen zur Geschichte. Die Idee für den ersten Roman bekam ich durch unseren Hund, eine Langhaarcollie-Hündin, die wir Ende 2020 zu uns holten.

Schreiben ist leicht, man muss nur die falschen Wörter weglassen.

Mark Twain (1835 – 1910)